Docker hat sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Werkzeuge in der Softwareentwicklung und Systemadministration entwickelt. Es bietet eine standardisierte Möglichkeit, Anwendungen und ihre Abhängigkeiten in sogenannten Containern zu verpacken. Dieser Artikel ist der Auftakt einer Serie, in der wir Schritt für Schritt den Einstieg in Docker erleichtern.
Was ist Docker?
Docker ist eine Open-Source-Plattform, die es ermöglicht, Anwendungen in isolierten Containern bereitzustellen und auszuführen. Diese Container enthalten alles, was eine Anwendung benötigt: Bibliotheken, Laufzeitumgebungen und Konfigurationen. Dadurch können Anwendungen unabhängig von der zugrunde liegenden Infrastruktur betrieben werden.
Vorteile gegenüber herkömmlichen Umgebungen:
- Portabilität: Ein Container, der auf einem Laptop läuft, funktioniert auch in der Cloud.
- Effizienz: Container teilen sich den Kernel des Betriebssystems und sind daher ressourcenschonender als virtuelle Maschinen.
- Schnelle Bereitstellung: Neue Container können in Sekunden gestartet werden.
Installation von Docker
Docker ist für alle gängigen Plattformen verfügbar:
- Linux (Beispiel Ubuntu):
sudo apt update sudo apt install docker.io sudo systemctl enable --now docker - Windows und macOS:
Hier empfiehlt sich Docker Desktop, das eine benutzerfreundliche Oberfläche bietet.
Nach der Installation lässt sich die Version prüfen:
docker --version
Erste Schritte mit Docker
Um die Funktionalität zu testen, bietet Docker ein einfaches Beispiel an:
docker run hello-world
Dieser Befehl lädt ein kleines Test-Image herunter und startet einen Container, der eine Willkommensnachricht ausgibt.
Wichtige Grundbefehle
| Befehl | Beschreibung |
|---|---|
docker run <image> | Startet einen Container aus einem Image |
docker ps | Zeigt laufende Container an |
docker ps -a | Zeigt alle Container (auch gestoppte) |
docker stop <container> | Stoppt einen laufenden Container |
docker rm <container> | Entfernt einen Container |
docker images | Listet alle heruntergeladenen Images auf |
In einen laufenden Container einsteigen
Jeder Container hat ein eigenes Terminal. Er ist ja eine abgeschlossene Umgebung. Wenn du auf Dateien im Container zugreifen möchtest, kannst du dich einfach einwählen. Beachte aber, dass Änderungen nur bestehen solange der Container nicht gelöscht wird. Stoppen hingegen ist kein Problem.
Wenn der Container schon läuft, kannst du dich „anhängen“:
Container-IDs oder Namen herausfinden:
docker ps
In den Container springen:
docker exec -it <container_name_oder_id> bash
oder, wenn bash nicht verfügbar ist:
docker exec -it <container_name_oder_id> sh
Logs statt Konsole
Falls du nur die Ausgabe sehen willst:
docker logs -f <container_name_oder_id>
Images und Container
- Image: Eine Vorlage mit Betriebssystem, Bibliotheken und Anwendung
- Container: Eine Instanz eines Images, die tatsächlich läuft
Images können aus öffentlichen Repositories wie Docker Hub heruntergeladen oder selbst erstellt werden.
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